April 2020: Zum 1. Todestag von Hannelore Elsner

In memoriam Hannelore Elsner. Die TV-Sender erinnern an Hannelore Elsner, die am 23. April 2019 im Alter von 76 Jahren verstarb. Die Sendetermine …

Zum Todestag von Hannelore Elsner: zwei Erstausstrahlungen im Ersten und im ORF

„Tatort: Die Guten und die Bösen“,
am Sonntag, 19. April 2020, 20:15 Uhr
In dem „Tatort: Die Guten und die Bösen“ spielt Hannelore Elsner eine Kommissarin, die trotz ihres Ruhestandes einen ungelösten Fall zum Abschluss bringen möchte. Isaak Dentler, der den Kriminalassistenten Jonas spielt, erinnert sich an die Dreharbeiten mit der Mimin: „Die Zusammenarbeit war sehr intensiv, ich habe selten jemanden getroffen, der so konsequent die Komplexität seiner Figur durchdringen möchte und dabei das Zusammenspiel vor der Kamera mit den Spielpartnern und hinter der Kamera mit dem ganzen Set an oberste Stelle stellt.“ Auch Regisseurin Petra K. Wagner sind die Dreharbeiten mit Hannelore Elsner im Gedächtnis geblieben: „Während der Dreharbeiten 2019 war kein Gedanke an Krankheit. Sie hatte große Freude an dieser Figur und ihre Konzentration und Präsenz waren beeindruckend. Sie wollte drehen und Spaß haben, lachte viel - und sie wirkte stark auf mich - wenn ich den Film heute sehe, sehe ich ihren Abschied.“

Zum Inhalt: Nach einer durchzechten Nacht werden Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) schwer verkatert zu einem Tatort gerufen: Ein Mann wurde in einer einsamen Waldhütte offenbar gefoltert und ermordet. Zu ihrer Verwunde­rung legt Polizeihauptmeister Ansgar Matzerath (Peter Lohmeyer) noch am Ort des Verbrechens ein Geständnis ab. Er behauptet, den Mann getötet zu haben, weil dieser vor sieben Jahren seine Frau entführt und vergewaltigt habe. Ist Matzerath wirklich der Täter? Ist das Opfer wirklich der Vergewaltiger seiner Frau? Was weiß die längst pensionierte Kommissarin Elsa Bronski (Hannelore Elsner), die damals den Fall bearbeitet und nie gelöst hat und noch immer die eigenen Dämonen jagt?

„Lang lebe die Königin“,
am Mittwoch, 29. April 2020, 20:15 Uhr
Online first ab Mittwoch, 22. April 2020
Die Tragikomödie „Lang lebe die Königin“ ist der letzte Film von Hannelore Elsner. Wegen ihrer schweren Erkrankung hatte sie die Dreharbeiten im April vergangenen Jahres abbrechen müssen. Die meisten Szenen ihrer Rolle hatte sie gespielt, nur fünf konnte sie nicht mehr drehen. „Um wieder in den Dreh einsteigen zu können, brauchte es erst die Idee, wie man den Film ohne Hannelore Elsner zu Ende bringt“, erinnert sich der Produzent Boris Schönfelder. „Dann mussten fünf Schauspielerinnen, die für sie einspringen sollten, ausgewählt und gewonnen werden.“ Iris Berben, Hannelore Hoger, Eva Mattes, Gisela Schneeberger und Judy Winter übernahmen jeweils eine Szene als Hommage an ihre große Kollegin. Den Film zu vollenden, stellte auch den Regisseur Richard Huber vor besondere Aufgaben. „Dass die Realität so massiv in die Fiktion einbrechen würde, war undenkbar. Es folgte Trauer und Wehmut. Heute bin ich Hannelore Elsner dankbar, dass sie diesen Moment mit uns geteilt hat. Und ich bewundere Marlene Morreis, Günther Maria Halmer und das gesamte Ensemble, wie sie die Herausforderung angenommen haben.“

Zum Inhalt: Nina Just (Marlene Morreis) ist Moderatorin bei einem Verkaufssender, aber sie kann machen, was sie will, die Anerkennung ihrer Mutter Rose (Hannelore Elsner) bekommt sie nie. Rose wohnt gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Werner (Günther Maria Halmer) in einem alten Bauernhaus vor den Toren Münchens. Als Rose erkrankt und eine Spenderniere braucht, stürzt Ninas Privatleben in ein einziges Chaos. Zwischen dramatischen Lügen und komischen Übersprungs-Handlungen entwickelt sich für Nina überraschenderweise eine Liebesgeschichte mit dem Pannenhelfer Mike (Matthias Kelle).

Hannelore Elsners letzter Film steht am Mittwoch, dem 29. April, um 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF 2. Hannelore Elsner musste die Dreharbeiten zu „Lang lebe die Königin“ wegen ihrer schweren Erkrankung abbrechen und verstarb am 21. April 2019 im Alter von 76 Jahren. Einen Großteil ihrer Szenen hatte sie zwar abgedreht, fertig war der Film jedoch nicht. Fünf hochkarätige Schauspielerinnen haben als Hommage an ihre verstorbene Kollegin deren Rolle übernommen: Iris Berben, Hannelore Hoger, Eva Mattes, Gisela Schneeberger und Judy Winter spielten an jeweils einem Drehtag eine Szene im Film. In weiteren Rollen der BR/ARD Degeto/ORF-Tragikomödie standen u. a. Marlene Morreis, Günther Maria Halmer, Matthias Kelle, Ole Puppe, Philipp Moog, Marcus Mittermeier, Therese Hämer, Miguel Abrantes Ostrowski, Genija Rykova, Sophia Schober und Florian Brückner vor der Kamera. Regie führte Richard Huber nach einem Drehbuch von Gerlinde Wolf.

Außerdem ist Hannelore Elsner am Freitag, dem 8. Mai, um 23.15 Uhr in der ORF-Premiere von „Hannas schlafende Hunde“ zu sehen. Das vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Drama führt das ORF-2-Publikum im Rahmen des Programmschwerpunkts anlässlich „75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg“ ins Wels des Jahres 1967. In einer Zeit, in der der Krieg offiziell vorbei ist, aber in den Köpfen von manchen Menschen immer noch tobt, wächst die neunjährige Johanna (Nike Seitz) auf. Sie singt für ihr Leben gerne, doch ihre Eltern (Franziska Weisz und Rainer Egger) verbieten ihr alles, was Freude bereitet. Sie soll sich lieber in katholischer Demut üben und sich unauffällig verhalten. Johanna beginnt, nach den Gründen zu forschen, und entdeckt dabei ihre wahre, „halbjüdische“ Identität. Hannelore Elsner stand für Andreas Grubers Spielfilm, der auf dem gleichnamigen Roman von Elisabeth Escher basiert, als Johannas Großmutter vor der Kamera.

Hannelore Elsner (Anneliese Behrens). Bild: Sender / An der Gassen Film / Dominik Elstner
Hannelore Elsner (Anneliese Behrens). Bild: Sender / An der Gassen Film / Dominik Elstner