37°Leben
Luisa (31) aus Leipzig muss als alleinerziehende Mutter und Lieferfahrerin jeden Monat rechnen. Yuna (23) aus Frankfurt arbeitet als Pflegekraft plus Nebenjob. Beide sind knapp bei Kasse.
Luisa hat zwei Söhne und versucht, mit ihrem Geld bis zum Monatsende durchzukommen. Yuna arbeitet in der Kinderklinik, jobbt zusätzlich und engagiert sich gewerkschaftlich. Beide geben alles – doch für Miete, Schulden und Lebensmittel reicht ihr Einkommen kaum.
Luisa und ihre kleine Familie sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Ihre beiden Kinder benötigen besondere Unterstützung. Der familiäre Alltag ist eng getaktet: Schule, Kita, Therapien, Jugendamt, Familienhilfe – und dazwischen die Arbeit auf dem Fahrrad, um finanziell über Wasser zu bleiben.
Yuna arbeitet auf der Kinderstation der Uniklinik Frankfurt am Main. Neben ihrem Drei-Schicht-System jobbt sie zusätzlich in einem Escape Room. Gleichzeitig engagiert sie sich gewerkschaftlich und kämpft für bessere Bedingungen in der Pflege. Das Leben und Wohnen in der Großstadt ist teuer, hinzu kommen Schulden, die sie abstottern muss. Wenn sie mit Freunden ausgeht, bezahlen oft die anderen. Zwei Frauen, zwei unterschiedliche Lebenssituationen – und eine gemeinsame Erfahrung: Arbeit allein schützt nicht vor existenziellen Nöten.
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