Heimatleuchten

Fr, 04.09.  |  20:15-21:15  |  ServusTV
Sonstiges, Italien 2026 Länge: 47 Min.
Tina Stoica und ihr Mann Norbert Langer aus Linz sie kommen einfach immer wieder zum Lago. Als Gastronomen und Feinkosthändler reisen sie kulinarisch rund um den See, ihr Motto: Verkaufe nur, was du selbst probiert hast. Wie die
„Nodi d'Amore", die Liebesknoten, hunderte Male täglich von Nadia Pasquali von Hand gefaltet. Kein schnelles Mittagessen, sondern ein Versprechen: dass Geduld, Leidenschaft und ein bisschen Butter die Welt tatsächlich besser machen.
Fischer Alberto Rania hat den nördlichen Gardasee früh morgens oft ganz für sich allein – kein Lärm, keine Touristen, nur Stille und Sardinen.
Fabio Gandossi schält am Westufer Zitronen aus 400 Jahre alten Gärten und macht daraus einen Limoncino, der nach Sommer schmeckt. Seine Zitronenschalen landen auch bei Gelato-Maestro Joseph Barone in Salò – als geheimer Kick in dessen „Gelato-Orgasmo“. Der Name sagt alles.
Paolo Venturini presst in vierter Generation Olivenöl aus uralten Hainen, mandelig, nussig, grasig – und mit einem Schärfekick bei der Verkostung, der laut Paolo nur eines bedeutet: Qualität. Alessandro Vezzola nebenan restauriert in Salò alte Piaggio Apes, die andere längst aufgegeben hätten. „Jede Vespa hat ihre Seele", sagt er.
Luca Soave lässt Riseria Gazzani Reis „atmen" – langsam, schonend, mit Steinwalzen. Ein Tag ohne Risotto, ist ein verlorener Tag. In der Villa La Bagatta, von Sarina und Adrian Rumpf gilt mittags eine eiserne Regel – gegessen wird gemeinsam. Laut, herzlich, mit Pasta. Der Südtiroler Stefan Margesin kam wegen eines Jobs an den Gardasee – und blieb wegen der Liebe. Heinz Stickl ist 1976 mit vier Surfbrettern und einer verrückten Idee hierher gekommen – und hat die erste Surfschule Italiens gegründet. Er ist geblieben: Für immer.

Italiens größter See liegt zwischen Alpen und Mittelmeer, habsburgischer Vergangenheit und einer Lebenslust, die Urlauber von den Italienern gelernt haben: Arbeiten ist wichtig, aber leben noch wichtiger: Am besten auf dem Wasser, mit dem Wind im Gesicht und dem Blick auf die Berge. Der Lago, ein Sehnsuchtsort, der seit Generationen verzaubert – und bei dem man sich fragt: Warum eigentlich jemals wieder fahren?

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