Du holde Kunst Stimmen-Galerie: Oskar Werner
So, 05.07. | 8:15-9:00 | Ö1
Im deutschsprachigen Raum ist sie wohl DIE Theater- und Rezitationsstimme des 20. Jahrhunderts, im Bruchteil einer Sekunde erkennbar, prägt sie sich auf Dauer im Gedächtnis ein; melodiös, fast singend, bewegt sie sich, jeder Gefühlsnuance nachspürend, mit großer Sicherheit durch die Verse. Oskar Werners Interpretationen der Gedichte Heinrich Heines erweisen sich trotz der Jahrzehnte, die seit ihrer Aufnahme vergangen sind, als zeitlose, emotional präzise Meisterwerke lyrischen Sprechens.In einer Aufnahme aus dem Jahr 1956 sind Heine-Gedichte aus den Jahren 1822 bis 1829 zu hören – vom ersten der „Sieben Lieder“ bis zum siebenten Gedicht aus „Drei und dreißig Gedichte“. Außerdem die „Waldeinsamkeit“ aus den „Lamentationen“, dem Kernstück des 1851 – schon in der „Matratzengruft“ – entstandenen „Romanzero“. Dazwischen erklingen einige Höhepunkte romantischer Kammermusik von Robert Schumann, interpretiert von Heinz Holliger, Alfred Brendel und Jörg Demus.
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