Menschen & Mächte Die Bomben des Franz Fuchs. Rechter Terror in Österreich

Do, 09.07.  |  3:20-4:15  |  ORF 2
Dokumentation
Mit der ersten Briefbombenserie im Dezember 1993 beginnt eine nie dagewesene Jagd der österreichischen Polizei auf ein Phantom. Gesucht wird ein Bombenleger, der die Bevölkerung in Atem hält. Die mysteriösen Sprengsätze gehen anfangs an Promis aus Politik und Gesellschaft, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Später werden die slowenische Volksgruppe in Kärnten und eine Roma-Gemeinde im Burgenland zum Ziel der Anschläge. Vier Menschen sterben, 15 werden zum Teil schwer verletzt. Jahrelang tappt die Polizei im Dunkeln. Erst im Oktober 1997 kann der Bombenbauer durch Zufall verhaftet werden. Es handelt sich um den Steirer Franz Fuchs aus dem kleinen Ort Gralla. Bis heute halten sich Spekulationen über etwaige Mittäter des verkappten, rassistisch motivierten Sonderlings. Der psychopathische Techniker hatte sich nach persönlichen Schicksalsschlägen in Wahnvorstellungen geflüchtet. Durch den Krieg im ehemaligen Jugoslawien und die Balkan-Flüchtlingswelle nach Österreich wurde seine Fremdenfeindlichkeit noch größer. Die neue "Menschen&Mächte"-Dokumentation von Georg Ransmayr und Gregor Stuhlpfarrer lässt die wichtigsten Schlüsselpersonen in einem der größten Kriminalfälle der Zweiten Republik zu Wort kommen. Letzte Geheimnisse werden gelüftet, etwa dass Fuchs die Briefbomben-Sonderkommission der Polizei observierte.
Ein Film von Georg Ransmayr und Gregor Stuhlpfarrer

Gestaltung:
Gregor Stuhlpfarrer
Georg Ransmayr

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