Sehen statt Hören Wochenmagazin für Hörgeschädigte

Sa, 06.06.  |  9:10-9:40  |  HR
Untertitel/VT Gebärdensprache Stereo 
Kinder haben Rechte! Nicht nur in Deutschland. Weltweit gelten für alle Kinder dieselben Rechte der Vereinten Nationen, kurz UN. Seit 1989 sind die Kinderrechte in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Was das genau bedeutet und dass es trotzdem nicht allen Kindern gleich geht, klärt Sehen statt Hören-Moderatorin Anke Klingemann in der aktuellen Sendung.

In Deutschland gibt es die Kinderrechtskonvention seit 1992, also seit über 30 Jahren. Inzwischen haben fast alle Länder unterschrieben. Aber leider werden die Rechte der Kinder in vielen Ländern dieser Welt immer noch missachtet.

Die Rechte von Mädchen beispielsweise: In Ländern wie Afghanistan haben sie nicht die gleichen Rechte wie Jungen. Dort herrscht ein Terrorregime, die so genannten Taliban. Mädchen werden weitgehend vom Schulunterricht ausgeschlossen oder dürfen maximal bis zur 7. Klasse die Schule besuchen. Danach müssen sie zu Hause bleiben.

Oder Kinder, die gar keine Schule besuchen, weil sie stattdessen arbeiten müssen. Diese Kinder arbeiten von klein auf. Ihre Familien sind bitterarm. Sie haben nicht genug Geld für Essen und müssen Hunger leiden. Sie schicken ihre Kinder zur Arbeit, damit sie genug Geld für die Familie haben. Weltweit sind über 150 Millionen Kinder und Jugendliche von Kinderarbeit betroffen.

Und was ist mit Kindern, die vor Armut, Krieg oder Klimawandel geflohen sind? Werden sie geschützt? Viele haben ihr Zuhause verloren, ihre Eltern, ihre Familie. Sie sind damit schutzlos ausgeliefert. Jeder zweite Flüchtling ist ein Kind. Insgesamt sind 60 Millionen Kinder weltweit davon betroffen.

Moderation: Anke Klingemann

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