Winzerlegenden

So, 22.11.  |  20:15-21:50  |  ServusTV
Sonstiges, Österreich 2026 Länge: 74 Min.
Winzerlegende Hans Nittnaus hat 1975 den Kellerschlüssel von seinem Vater bekommen, obwohl seine Leidenschaft eher der Musik gehörte. Auch Sohn Martin wollte „eigentlich“ überhaupt nicht in den Weinbau und widmete sich zuerst Film und Literatur, bevor er mit Bruder Andreas das Regiment übernimmt. Nur die guten Rotweincuvées, für die die Nittnaus berühmt sind, passieren nicht unfreiwillig.

In Poysdorf retten Manfred und Marion Ebner-Ebenauer das auslaufende Weingut ihrer Eltern, das bereits in der 14. Generation besteht. Und wie sie das tun! Vor allem der Blanc-de-Blancs-Winzersekt schlägt am internationalen Weinmarkt ein. Weinkritiker schreiben: „Ebner-Ebenauer is killing Champagne“. Und das kleine Weinviertler Weingut lehrt die Franzosen das Fürchten!

In der Weinmetropole Langenlois wirkt am Weingut Jurtschitsch seit 2006 die neue Generation: Alwin und seine Frau und Kellermeisterin Stefanie, ebenfalls ein Winzerkind. Die Frau im Keller und noch dazu eine Deutsche! Die beiden bereisten die (Wein-)Welt, tourten mit dem Bus durch Europa und kosteten die edelsten Tropfen. Bis Sepp, Alwins Bruder, stirbt und das Schicksal einen ganz anderen Plan für die beiden bereithält.

Das Weingut Prager ist ein Haus der starken Frauen. Seniorchef Toni Bodenstein war der fünfte Schwiegersohn in Folge. Er und Ilse haben die goldenen Jahrzehnte der Wachau mitgeprägt. Sohn Robert, studierter Weinbauer, ist der erste männliche Nachfolger. Geheiratet hat er ein Wachauer Weib: Sophie. Never change a winning system, right?

An der Südsteirischen Weinstraße übernimmt Ewald Tscheppe, das Elternhaus mit dem Hofnamen Werlitsch. Ewald keltert Naturwein und bedient sich der biodynamischen Wirtschaftsweise. Was das heißt? Gesunder Boden, gesunde Pflanze, gesundes Lebensmittel.

„Ich hab keine Lust, dass meine Weine nach Banane oder Maracuja schmecken.“ Das Weingut Anita und Hans Nittnaus verwendet keine Reinzuchthefen und setzt auf Spontanvergärung. Deshalb schmeckt und riecht der Wein jedes Jahr anders. „Ebner-Ebenauer is killing Champagne“ – der Sekt von Marion und Manfred Ebner-Ebenauer wurde von Weinkritiker Robert Parker in den Himmel gelobt und ist Österreichs Antwort auf Champagner. „Und dann war klar: Wow, hier ist ein New-Kid-on-the-Block.“

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