Am Puls – Gesundheit und Medizin Emergency Room – zwischen Fiktion und Realität

Do, 10.09.  |  16:05-17:00  |  Ö1
Rufen – Drücken – Schocken: Hilfe zur Ersten Hilfe ++ Mit Blaulicht ins Spital ++ Einsicht in die Krankenakte ++ Live Am Puls – Sprechstunde: Ein Blick in die Notaufnahme | Zu Gast: Philip Eisenburger, Notfallmediziner; Michaela Klinglmair, Expertin für Intensivpflege | Moderation: Ronny Tekal | Anrufe: 0800 22 69 79 | E-Mail: [email protected]

Der Schnupfen auf der NotaufnahmePiepende Monitore, rhythmisches Rauschen von Beatmungsgeräten, hastige medizinische Maßnahmen, knappe Anweisungen: Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte versorgen Verletzte oder akut Erkrankte und beruhigen Angehörige, während bereits der nächste Patient unter laufender Reanimation ins Krankenhaus gebracht wird. Ein lebensrettender Schock mit dem Defibrillator, die spektakuläre Öffnung des Brustkorbes, jeder Handgriff sitzt, jede Sekunde zählt. Die gefeierte US-amerikanische HBO-Serie „The Pitt“ zeigt den Alltag auf einer fiktiven Notaufnahme in Pittsburgh in Echtzeit durch eine einzige, intensive Schicht. Mit 25 Nominierungen gilt „The Pitt“ als haushoher Favorit bei den bevorstehenden Emmy-Awards.Als beeindruckend realistisch und akkurat beschreibt Philip Eisenburger, Leiter der Notfallabteilung der Klinik Floridsdorf, das beliebte Format. Wenngleich sich die Realität nicht in dieser Dichte und auch weniger zugespitzt präsentiert – und sich durchaus der eine oder andere Patient mit einem banalen Schnupfen auf die Zentrale Notaufnahme verirrt. Auf dieser interdisziplinären Einheit werden alle ambulanten Patientinnen und Patienten mit akuten Erkrankungen fächerübergreifend betreut und wenn nötig stationär aufgenommen. Galt früher die Portierloge des Spitals als Triage-Stelle, wo darüber entschieden wurde, ob eine erkrankte Person nun auf die chirurgische oder die interne Station geschickt wurde, so beschreitet man seit 1992, als die erste Notfalleinheit im Wiener Allgemeinen Krankenhaus eröffnete, einen neuen Weg der Akutversorgung. Ronny Tekal wirft einen Blick in eine moderne Notaufnahme, wo man mit klar strukturierten Abläufen und hoher Kompetenz rasche Hilfe leistet – fast so wie im Film. Zu Gast: Philip EisenburgerIntensivmedizinerLeiter der Abteilung für Notfallmedizin der Klinik Floridsdorf, WienMichaela KlinglmairExpertin für IntensivpflegeMitglied des Kernteams der Bundesarbeitsgemeinschaft für NotfallpflegeKepler Universitätsklinikum, LinzErste Hilfe durch ErsthelferAm 12. September wird der Internationale Tag der Ersten Hilfe begangen. Damit will man weltweit das Bewusstsein für die Bedeutung von Erste-Hilfe-Maßnahmen schärfen. Schließlich hat gerade das erste Glied der Rettungskette bei einem Herz-Kreislaufstillstand eine ganz besondere Bedeutung. Denn pro Minute ohne Hilfeleistung sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um etwa 10 Prozent. Und obwohl Österreich ein sehr effizientes Rettungssystem hat, die Wiener Berufsrettung etwa bereits nach sechs bis sieben Minuten am Notfallort eintrifft, kann das für die Betroffenen bereits zu spät sein. Beherztes Eingreifen hilft also, Leben zu retten. Norbert Peter hat nachgefragt, wie das geht.Interviewpartner:Mario KrammelAnästhesistChefarzt der Berufsrettung WienPräsident von PULS – Verein zur Bekämpfung des plötzlichen HerztodesVom nächsten Glied der RettungsketteWenn mit dem Martinshorn laut hörbar Hilfe nach der Ersten Hilfe eintrifft, ist das für die Ersthelfer mit großer Erleichterung verbunden. Nun übernehmen die Profis. Die Abläufe sind oft trainiert, die medizinisch notwendigen Akutmaßnahmen routiniert. Wie reibungsfrei die Versorgung vor Ort und der Transport in die Klinik ablaufen und ob sich dabei noch etwas föderalistischer Sand im Getriebe der Rettungswägen befindet, darüber berichtet Norbert Peter. Interviewpartnerin:Claudia SchwarzNotfallsanitäterinGeschäftsführerin vom Bundesverband Rettungsdienst BVRD.atRubrik „Eine Frage noch""Kann ich Einsicht in meine Krankenakte nehmen?"Die Antwort gibt Gerhard JelinekLeiter der Wiener Pflege- und Patient:innenanwaltschaft

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