zeit.geschichte Roma im Burgenland - Geschichten, die wir uns erzählen
Sa, 08.08. | 22:00-22:50 | ORF III
Dokumentation, 2026
Der Leitsatz des Films - "Erst wenn ihr geworden seid wie wir, dürft ihr sein, wie ihr seid" - verweist auf die jahrhundertelange Geschichte der Anpassung, Verfolgung und Zurückweisung. Doch die Dokumentation zeigt die Volksgruppe nicht nur als Opfer historischer Gewalt. Vielmehr erzählt er von einer lebendigen Kultur: von Musik, Traditionen, Familiengeschichten, Erinnerungen und dem Stolz, die eigene Geschichte selbst zu erzählen. Die Roma-Community hat aktiv am Film mitgewirkt. In Oslip im Burgenland wurde ein Set geschaffen, das an ein Roma-Lager der 1930er-Jahre erinnert - mit Musik, Tanz, Kochen, Gesprächen und Alltagsszenen. So entstand kein Blick von außen, sondern eine poetische Annäherung an Menschen, deren Stimmen, Gesichter und Geschichten den Film tragen. Musikalische Sequenzen, unter anderem mit Ferry Janoska sowie Tony Wegas, verdichten die emotionale Kraft des Films. Eingewoben sind auch Erinnerungen an frühere Arbeiten von Produzent Norbert Blecha, Robert Dornhelm und Michael Köhlmeier, darunter Filmsequenzen aus dem Spielfilm "Requiem für Dominik".
Der Film führt auch zu Charlie Chaplin, der sich selbst auch mit Roma-Wurzeln in Verbindung brachte. Chaplins Enkelin Carmen Chaplin, die mit "The Tramp" eine eigene Dokumentation über ihren Großvater geschaffen hat, kommt im Film zu Wort.
"Roma im Burgenland - Geschichten, die wir uns erzählen" ist ein berührendes, poetisches und aufklärendes Werk über Herkunft, Identität, Erinnerung und Würde - und über eine Volksgruppe, die viel zu lange übersehen wurde.
Regie: Robert Dornhelm
Buch: Michael Köhlmeier
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