Mutter, Kutter, Kind Fernsehfilm, Deutschland 2021
Vielleicht müsste man endlich miteinander reden – doch genau das fällt Heddi (Grimme-Preisträgerin Anneke Kim Sarnau) und Eva (Newcomerin Zoe Moore) in „Mutter, Kutter, Kind” unendlich schwer. Eine unbewältigte Tragödie steht zwischen der taffen Küstenfischerin und ihrer umweltaktivistischen Tochter, die nach Jahren der Funkstille wieder aufeinandertreffen.
Jutta Wachowiak in der Rolle der warmherzigen Großmutter steht zwischen den beiden Dickköpfen und versucht, ihre auseinandergedriftete Familie zusammenzuhalten. Nach dem lebensklugen Drehbuch von Autor Volker Krappen inszenierte Regisseur Matthias Tiefenbacher
diese zu Herzen gehende Geschichte dreier starker Frauen.
Küstenfischerin Heddi ist selbstbewusst und hart im Nehmen. Doch das Kutterfischen war nie leicht, und in Zeiten der Überfischung kommt sie kaum noch über die Runden.
Unterkriegen lässt sich Heddi nicht. Doch sie hat einen schwachen Punkt: ihre Tochter Eva – Umweltaktivistin und ebenso kämpferisch. Seit Jahren herrscht Funkstille zwischen den beiden. Nun taucht Eva mit ihrem zehnjährigen Sohn Jannis im Ostseedorf auf.
Angeblich kommt sie nur zum Geburtstagsbesuch zu Oma Lore, in derem alten Haus Eva den Großteil ihrer Kindheit verbracht hat. In Wahrheit aber steckt Eva in großen Schwierigkeiten: Sie muss in Kürze eine Haftstrafe antreten, weil sie als Wiederholungstäterin für spektakuläre Umweltprotestaktionen verurteilt wurde. Doch wer soll nun für ihren kleinen Jannis sorgen?
Für Eva ist klar: Das muss Oma Lore machen. Nur traut die sich nicht mehr zu, auf den lebhaften Jungen aufzupassen. Eigentlich läge nichts näher, als Heddi zu bitten, zumal Heddi sofort einen Draht zu dem Enkel hat, der ihr bislang vorenthalten wurde. Doch Evas alter, aufgestauter Groll ist zu groß. Kann sie sich überwinden und ihrer Mutter und sich selbst eine zweite Chance geben?
Darsteller:
Anneke Kim Sarnau (Heddi Böhnkamp)
Zoe Moore (Eva Böhnkamp)
Jutta Wachowiak (Lore)
Lewe Wagner (Jannis Böhnkamp)
Neil Malik Abdullah (Dr. Elyas Fayad)
Regie: Matthias Tiefenbacher
Drehbuch: Volker Krappen
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