Vorgestellt Geigerische Höhenflüge von Sibelius bis heute

Di, 07.07.  |  11:30-12:00  |  Ö1
Zwei Alben, zwei Geigerinnen, zwei Generationen. Die aufstrebende schwedische Künstlerin Ava Baharin spielt Sibelius´ Violinkonzert. Anne-Sophie Mutter, Weltstar seit Jahrzehnten, stellt ein fantasievolles Mischprogramm zusammen, inklusive speziell für sie komponierter Musik.

Die Stadt Göteborg darf nicht nur auf ein erstklassiges Symphonieorchester sondern auch auf eine phänomenal musizierende junge Geigerin stolz sein. Ava Bahari, Jahrgang 1996, fliegt hier durch die Partitur des Sibelius-Konzertes und schafft – erstaunlich, angesichts der zahlreich vorliegenden Aufnahmen – eine maßstabsetzende Interpretation. Intensiver hat man die Klangpalette, von zartester Kantabilität bis gleichsam feuerspuckender Virtuosität, schon lange nicht mehr gehört.Santtu-Matias Rouvali, Chefdirigent der Göteborger, ist der finnische Steuermann dieser ganz dem Finnlandschweden Sibelius gewidmeten Produktion.Sibelius´ Name taucht auch auf der anderen CD auf, die heute vorgestellt wird.Der britische Komponist und Dirigent Thomas Adès schrieb nämlich eine „Homage to Sibelius“, und zwar speziell für Anne-Sophie Mutter. Die 63-jährige Stargeigerin feiert damit ihr Debüt bei Alpha Classics. Umgekehrt feiert das exquisite französische Label mit ihr, nach dem Pianisten Pierre-Laurent Aimard und anderen, einen weiteren Zuwachs prominenten Namens. Mutter bekommt sogar eine eigene Serie namens „ASM Forte Forward“. Nummer 1 daraus stellt neben Thomas Adès unter anderem ein neues Werk von Aftab Darvishi (Iran) vor. Die Intensität am Album „East Meets West“ wächst stetig, von Darvishis puristischer Klangwelt für Violine Solo zum Duett („Gran Cadenza“ von Unsuk Chin) und zum Streichquartett („Studie über Beethoven“ von Jörg Widmann). Am Ende bietet die Sibelius-Hommage von Adés – mit vollem Orchester – auch die größte Besetzung.

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