Die Westentaschenvenus Spielfilm Deutschland 2002

Mo, 13.07.  |  13:00-14:25  |  SWR
Untertitel/VT Stereo  2002
Die Buchhändlerin Sophie möchte ihren Lebenstraum verwirklichen und im alten Haus ihrer Tante ein Lesecafé einrichten. Aber das Anwesen ist baufällig, ein Klempner muss her. Und es scheint, als könnte Philipp Weiße auch noch andere Dinge richten als nur defekte Wasserrohre. Zum Beispiel das Chaos in Sophies Gefühlshaushalt.

Im Leben der etwas introvertierten und schusseligen Sophie Dukakis gibt es viele Bücher, wenige Freunde und keinen Mann. Aber Sophie ist nicht unzufrieden. Sie hat von ihrer verstorbenen Tante ein Haus mit Schuppen geerbt und geht ganz in ihrem Plan auf, in dem Anbau ein exquisites kleines Lesecafé zu eröffnen - die literarische Kompetenz bringt sie als Buchhändlerin mit und das Kuchenbacken hat sie von ihrer Tante gelernt. Das Problem ist nur: Momentan sind andere Talente gefragt.

In dem alten Anwesen, das Sophie allein renoviert, tropft es an allen Ecken und Enden. Gelegentlich kommt es zu Wasserrohrbrüchen. Die junge Frau entschließt sich, den Klempnerbetrieb, der offensichtlich geschlampt hat, zu verklagen. Doch als sie wieder einmal den Notdienst anrufen muss, schickt die Firma einen Mann vorbei, den Sophie bereits kennt - als Kunden der kleinen Buchhandlung, in der sie arbeitet.

Philipp Weiße hat Germanistik studiert, sich schließlich aber auf eine andere Art Dichtung verlegt, weil das Handwerk nun mal die krisenfestere Branche ist. Vielleicht liegt es an dieser seltsamen Karriere, dass Philipp ein so gelungenes Exemplar der Gattung Mann zu sein scheint: Einer, der in der einen Hand einen Band Liebesgedichte hält, während er mit der anderen den Wasserhahn repariert. Sophie erliegt seinem Charme sofort. Bis ihr aufgeht, dass "Mr. Perfect" erstens eine Vergangenheit - ausgerechnet mit Sophies schriller Kollegin Babsy - hat, und zweitens nicht der schlichte Angestellte ist, für den er sich ausgibt.
Bevor das Durcheinander in Sophies Leben behoben werden kann, greift erst einmal Philipps "deterministische Chaosbildungstheorie".

Darsteller:
Jeanette Hain (Sophie Dukakis)
Jochen Horst (Dr. Philip Weiße)
Saskia Vester (Gräfin Anna)
Leon Boden (Wolfgang)
Daniela Ziegler (Frau Mayerkranz)
Ulrike Arnold (Petra)
Cecilia Kunz (Babsy)
Antonio Wannek (Joschi Mayerkranz)
Fritz Roth (Herr Rossert)
Andreas Mannkopf (Herr Schlüter)
Regie: Kirsten Peters
Drehbuch:
Thomas Pauli
Daniel Maximilian
Kamera: Michael Wiesweg
Musikalische Leitung: Jürgen Kramlofsky

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