Ode an die Sonne. Eine Kunstgeschichte. Deutschland 2022

So, 07.06.  |  1:50-2:45  |  ARTE
Untertitel/VT Zweikanalton  Kultur, 2022
Ohne die Sonne gibt es auf diesem Planeten kein Leben. Diese Erkenntnis ist so alt wie die Menschheit selbst. Doch wie wir auf unseren Stern blicken und was wir in ihr sehen, hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte mehrere Male fundamental geändert. Ob als spirituelle oder physische Kraft, als Göttin oder als Gebieterin - die Sonne verkörpert Macht, Schöpfung und Zerstörung, erweckt Schrecken und Ehrfurcht, doch zugleich gewährt sie Schutz, Struktur und Trost.

Die Dokumentation illustriert den großen Einfluss der Sonne auf unsere Kultur durch die Epochen und liefert einen besonderen Blick auf unseren Stern im Spiegel der Kunst. Mit ausgesuchten künstlerischen Werken begibt sich die Dokumentation auf eine filmische Reise in die Kunst- und Kulturgeschichte und erzählt, wie sich Künstlerinnen und Künstler seit vielen Jahrhunderten mit der Sonne auseinandergesetzt und ihre weltanschaulichen Vorstellungen in ihre Werke einfließen lassen haben.
Denn anhand der Kunstwerke, mit der Generationen von Künstlerinnen und Künstlern vor uns dieses individuelle Erleben der Sonne dokumentiert haben, wird der Wandel von unserem Verhältnis auf die Sonne und unsere Selbstwahrnehmung als Menschen auf eindrückliche Weise nachvollziehbar.

Ein deutsch-französisches Kunstausstellungsprojekt (Musée Marmottan, Paris; Museum Barberini, Potsdam) dokumentiert dieses eindrückliche und besondere Verhältnis von uns Menschen zur Sonne und die jahrhundertelange künstlerische Auseinandersetzung: Es erzählt von den Sonnenkulten des Altertums über die mittelalterliche Vorstellung der Sonne als erdumkreisendes Gestirn und das neue heliozentrische Weltbild durch die Entdeckungen von Kopernikus bis zu künstlerischen Positionen der Moderne sowie gegenwärtigen künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Himmelskörper.

Regie: Mathias Frick

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