Abschluss am 17. 11: Duisburger Filmwoche auf 3sat

Das 3sat-Programm zur 44. Duisburger Filmwoche bis 17. November 2020 – die Filme im TV zum Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms.

Ab Montag, 9. November, 22.25 Uhr, zeigt 3sat vier Dokumentarfilme aus den vergangenen Wettbewerben der Duisburger Filmwoche – darunter drei Filme, die mit dem 3sat-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet wurden.

Von Montag, 9., bis Dienstag, 17. November, zeigt 3sat i vier Dokumentarfilme aus den vergangenen Wettbewerben in seinem Programm – darunter drei, die mit dem 3sat-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet wurden. Die 44. Duisburger Filmwoche findet vom 2. bis zum 8. November statt. 3sat vergibt dort in diesem Jahr zum 25. Mal den mit 6.000 Euro dotierten 3sat-Dokumentarfilmpreis.

Am Montag, 9. November, 22.25 Uhr, zeigt 3sat zum Auftakt „Tiere und andere Menschen“ (Österreich 2017) in Erstausstrahlung. Das Wiener Tierschutzhaus beherbergt 1000 tierische Schützlinge: von ausgesetzten Haustieren, konfiszierten Exoten bis zu Wildtieren, die aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt wurden. Trotz allem ist es ein Ort voller Hoffnung, der den Rahmen für eine Vielzahl beklemmender wie humorvoller Geschichten bildet. Regisseur Flavio Marchetti wirft in seinem ersten Kinodokumentarfilm einen Blick auf die Beziehung zwischen Mensch und Tier und auf ein System, das die Tiere dahin befördert hat, wo wir sie antreffen. Der Film wurde 2017 auf der Duisburger Filmwoche mit dem 3sat-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.

Am Dienstag, 10. November, 22.55 Uhr, folgt mit „Brüder der Nacht“ (Österreich 2016; Erstausstrahlung) der 3sat-Dokumentarfilmpreisträger 2016. Not und Sehnsucht haben junge bulgarische Roma nach Wien getrieben, wo sie sich prostituieren. Sie verkaufen ihre Körper, weil sie ihr Geld nicht mit Betteln oder kaum rentablen Jobs verdienen wollen. Sie lassen sich von ihren Kunden bezahlen und trennen strickt das Berufliche vom Privaten. Filmemacher Patric Chiha zeigt, wie sich die Männer dem fragilen Rollenspiel des Nachtlebens hingeben und sich in einem zärtlichen, eitlen, manchmal aggressiven Zusammenhalt arrangieren.

Zarte Burschen bei Tag, Könige bei Nacht: Das sind die jungen bulgarischen Roma, die nach Wien kommen, auf der Suche nach Freiheit und dem schnellen Geld. Bild: Sender / ZDF und ORF / WILDart FILM.

Am Montag, 16. November, 22.25 Uhr, ist die Erstausstrahlung „Bewegungen eines nahen Bergs“ (Österreich/Frankreich 2019) von Sebastian Brameshuber im Programm, der 2019 mit dem 3sat-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet wurde. Jenseits des Wettlaufs um technische Innovation, kartellartiger Absprachen und einem verhängnisvollen Zusammenspiel von Marketing und Abgaswerten findet sich am Fuße eines Erzbergs in der Steiermark ein noch nicht ganz so entfremdeter Teil des Automarkts: Cliff aus Nigeria kauft alte Autos, um sie in einer Lagerhalle zu zerlegen, die Teile zu sortieren und für den Markt in seiner alten Heimat aufzubereiten. Sebastian Brameshuber vermittelt in distanzierter, konzentrierter Form, was seine Arbeit auszeichnet und was sie in Interaktion mit den Körpern und Dingen hervorbringt.

Ein Autoteilemarkt in Nigeria. Hierin verkauft Cliff die Einzelteile, die aus den von ihm gekauften Autos in der Steiermark demontiert. Bild: Sender / ZDF und Klemens Hufnag / Mischief Films.

Zum Abschluss präsentiert 3sat am Dienstag, 17. November, um 22.55 Uhr, den Film „Geschmack der Hoffnung – Taste of Hope“ (Schweiz/ Deutschland 2019; Erstausstrahlung) von Laura Coppens aus dem Wettbewerb der 43. Duisburger Filmwoche. Als Unilever die Schließung der profitablen Fralib Teevorbereitungs- und Verpackungsanlage in Südfrankreich 2010 bekannt gab, begann die Belegschaft mit ihrem Kampf. Und 1336 Tage später übernahmen Arbeiterinnen und Arbeiter Unternehmen und Produktion. Immer wieder aufs Neue diskutieren sie, nach welchen Regeln sie spielen wollen. Zwei Jahre lang hat Laura Coppens die neue Kooperative zwischen Finanzierungsproblemen, Teeverkostung und Konfliktbewältigung begleitet.

Geschmack der Hoffnung - Taste of Hope. Bild: Sender / ZDF und SRF / Srikandi Films.