Tracks East In Russlands Visier

Sa, 31.10.  |  19:40-20:15  |  ARTE
Untertitel/VT Zweikanalton  Information, 2026
Russland führt einen hybriden Krieg gegen den Westen. Für Anschläge, Sabotageakte und Desinformation machen Sicherheitsbehörden immer öfter russische Dienste verantwortlich. Mittendrin: Kritiker und Oppositionelle, die selbst im Exil nicht sicher sind. "Tracks East" hat sich bei Künstlern und Kreativen umgeschaut, wie ein Leben in Angst ihre Arbeit beeinflusst.

Wenn Kremlkritiker aus Russland fliehen, um Repressionen zu entkommen und ihr Leben zu schützen, endet die Verfolgung oft nicht an der Grenze.
Pavel Krisevich war der jüngste Performancekünstler in Russland, der die Staatsmacht mit mutigen Kunstaktionen auf dem Roten Platz herausforderte. Dafür wanderte er für mehrere Jahre ins Gefängnis. Um härteren Strafen zu entgehen, verließ er das Land und lebt mittlerweile in Paris. Dennoch ist er nach wie vor im Visier des Kreml. Ausgerechnet ein ehemaliges Mitglied von Pussy Riot wurde Berichten zufolge vom Geheimdienst auf ihn angesetzt.
Durch die Sendung führt der Journalist und Filmemacher Igor Saadrev, der ebenfalls Russland verlassen hat und kürzlich vom Kreml zum "ausländischen Agenten" erklärt wurde. Ein neues Gesetz der Duma entzieht den "Agenten" jede Lebensgrundlage in Russland: Konten werden gesperrt und Konsulate stellen keine neuen Pässe aus. Belarus geht ähnlich vor. Die Frontsängerin der Band Dymna Lotva wurde fünf Jahre nach ihrer Flucht in Minsk in Abwesenheit wegen Terrorismuspropaganda angeklagt. KGB-Mitarbeiter sollen sogar die Konzerte der Band in Polen überwacht haben.

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