Lucienne Renaudin Vary und die Trompete Deutschland 2025

So, 18.10.  |  7:10-7:55  |  NDR
Untertitel/VT Stereo  Serie/Unterhaltung, 2025
„Ein Tag ohne Trompete ist wie ein Tag ohne Gefühle“, sagt die französische Trompeterin Lucienne Renaudin Vary. Bereits als Kind verliebte sie sich in den Klang ihres Instruments - heute gehört sie zur internationalen Spitze. Das NDR/ARTE-Konzertporträt „Lucienne Renaudin Vary und die Trompete“ zeigt sie bei einem mitreißenden Auftritt in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis, wo sie unter anderem Werke von Antonio Vivaldi, Alessandro Marcello und Astor Piazzolla mit technischer Brillanz und klanglichem Feingefühl interpretiert.

Die Französin Lucienne Renaudin Vary sagt: "Ich habe mich wirklich in die Trompete verliebt. So, wie man sich in einen Menschen verliebt: Man mag einfach alles an der Person. Und ich mag alles an der Trompete." Lucienne Renaudin Vary ist eine leidenschaftliche Botschafterin ihres Instruments. Im Alter von acht Jahren fing sie mit Trompetenunterricht an, mit elf Jahren spielte sie schon die ersten internationalen Wettbewerbe, mit 15 begann sie ihr Studium am Pariser Konservatorium, wo sie zunächst klassische Trompete und später zusätzlich auch Jazztrompete studierte. Mittlerweile hat sie sich in die Spitze der Trompetenszene gespielt und konzertiert international sowohl im Klassik- wie im Jazzbereich.

Dabei ist sie neugierig auf immer neues Repertoire und auch auf die Weiterentwicklung ihres Instruments. So erlebt man sie in diesem Film gemeinsam mit dem Schweizer Trompetenbauer Fabian Bächi, der ihrem Instrument ein viertes Ventil einbaut, um den Tonumfang der tiefen Töne zu erweitern: "Sie wollte immer Basstrompete spielen, nur war das Instrument etwas zu groß für sie", erzählt Bächi und erfüllt mit seinem Experiment einen lang gehegten Traum von Lucienne.

Das musikalische Herzstück dieses Konzertporträts ist ein Konzert beim Schleswig-Holstein Musik Festival in der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg, bei dem Lucienne Renaudin Vary die Möglichkeiten ihres Instruments eindrucksvoll präsentiert. Mit zwei Konzerten von Vivaldi und Marcello zeigt sie ihre Brillanz, Virtuosität und Stärke im Barockrepertoire. Ergänzt wird das Repertoire durch drei Stücke von Astor Piazzolla, bei denen ihr unvergleichlicher klanglicher Charme zur Geltung kommt.

Regie: Beatrix Conrad

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