Das Deutsche Volk Deutschland 2025

Di, 20.10.  |  22:00-0:10  |  HR
Untertitel/VT Stereo  Film, 2025
Am 19. Februar 2020 erschießt ein Attentäter in Hanau neun junge Menschen aus rassistischen Motiven. Der Anschlag zählt zu den schwerwiegendsten rassistischen Gewalttaten in Deutschland.
Zurück bleiben trauernde Familien und Überlebende, die um Aufklärung und gegen das Vergessen kämpfen.
In eindringlichen Schwarz-Weiß Bildern erzählt der Dokumentarfilm die Geschichte dieser Tat aus der Perspektive der Hinterbliebenen und Überlebenden.

Am 19. Februar 2020 erschießt ein Attentäter in Hanau neun junge Menschen aus rassistischen Motiven. Der Anschlag zählt zu den schwerwiegendsten rassistischen Gewalttaten in Deutschland.

Zurück bleiben trauernde Familien und Überlebende, die um Aufklärung und gegen das Vergessen kämpfen. In eindringlichen Schwarz-Weiß Bildern erzählt der Dokumentarfilm die Geschichte dieser Tat aus der Perspektive der Hinterbliebenen und Überlebenden.

Der Täter, ein 43-jähriger Rechtsextremist, tötete an zwei Tatorten gezielt neun Menschen mit Migrationsbiografie: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtovic, Vili Viorel Paun, Fatih Saraçoglu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Der Notruf war in der Tatnacht nicht durchgängig erreichbar. Vermutlich verhinderte ein verschlossener Notausgang an einem der Tatorte die Flucht mehrerer Opfer. Die Angehörigen waren es selbst, die diese Mängel aufdeckten und in die Öffentlichkeit brachten.

Der Dokumentarfilmer Marcin Wierzchowski begleitet die Angehörigen seit dem Tag des Anschlags auf ihrem Weg durch Trauer und Verlust und bei ihrem Kampf um Aufklärung und eine angemessene Erinnerungskultur. Sein Film "Das Deutsche Volk" macht den strukturellen Rassismus sichtbar, der sich nicht nur in der Tat selbst, sondern auch im Umgang der Behörden mit den Betroffenen zeigt. Während Politiker nach den richtigen Worten suchen und viele Fragen zur Tat unbeantwortet bleiben, übernehmen die Hinterbliebenen selbst die Aufklärung. Gemeinsam mit der Recherchegruppe "Forensic Architecture" rekonstruieren sie die Nacht des Anschlags, stellen sich gegen das Vergessen und fordern Konsequenzen.

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