Report
Mi, 21.10. | 11:55-12:45 | ORF 2
Politikmagazin
Weniger Geld, weniger Personal, weniger Spielraum. Die Universitäten protestieren gegen das Budget, das die Regierung am Wochenende verkündet hat. Sie fürchten Kürzungen bei Personal, überfüllte Lehrveranstaltungen, den Wegfall künftiger Arbeitsplätze und Beeinträchtigung der Forschungsqualität. An der Medizinischen Universität etwa sieht man sogar das Patientenwohl gefährdet. Diese Woche sind wieder Demos geplant. Auch Richter, Staatsanwälte, Studierende und Uni-Professoren haben eine Protestwoche hinter sich, der Aufstand richtet sich gegen die Sparpakete. In der Justiz fehlen 250 RichterInnen und 70 StaatsanwältInnen, im Budget sind jedoch keine neuen Planstellen vorgesehen. Die Auswirkungen könnten schon bald die gesamte Bevölkerung zu spüren bekommen: Verfahren könnten sich in die Länge ziehen, die Qualität der Urteile leiden und auch die Verfolgung gefährlicher Täter länger dauern. Bei beiden Protesten stellen sich die Fragen: Was will sich der Staat künftig noch leisten? Und welche Konsequenzen drohen wirklich?
Im Interview: Sebastian Schütze, Rektor Universität Wien
Wie Windkraftgegner durch Österreich touren
Windräder sollen die Energiewende vorantreiben - doch der Gegenwind wird stärker. Angefacht wird er nicht selten durch Gruppierungen, die gar nicht vor Ort wohnen. Denn österreichweit gibt es eine Gruppe Windkraftgegner, die aus der Corona-Protestszene bekannt sind und gezielt von Gemeinde zu Gemeinde ziehen und Stimmung gegen geplante Windkraftprojekte machen. Der Report war bei so einer Veranstaltung im oberösterreichischen Königswiesen: Dort warnt ein pensionierter Arzt bei einem Vortrag vor den gesundheitlichen Folgen der Windkraft. Danach sagt eine der Zuhörerinnen: "Ich habe drei Kinder und ich wünsche mir, dass ich auch einmal Enkel bekomme. Man muss auf unsere Gesundheit schauen." Die Skepsis gegen Windkraft wird auch über Social Media und sogenannte "Alternativmedien" befeuert. Welche Auswirkungen haben diese Gruppierungen? Schaffen sie es tatsächlich, die Energiewende aufzuhalten?
Kinderwunsch - nein danke?
Kinder ja oder nein? Immer mehr Menschen in Österreich sagen: Nein. Die Geburtenrate ist mit 1,3 Kindern pro Frau so niedrig wie nie - jetzt sucht die Politik nach Antworten. Die ÖVP appelliert für "Mut zur Familie". Doch warum entscheiden sich Menschen gegen Kinder? Der Report trifft Frauen in Innsbruck, die bewusst kinderlos sind und spricht mit Experten und Politik. Zwischen hohen Kosten, Zukunftsängsten, Karriere und ungleicher Verteilung der Care-Arbeit stellt sich die Frage: Wie frei ist die Entscheidung für oder gegen Kinder? Und kann Politik den Kinderwunsch überhaupt beeinflussen?
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