WELTjournal Schweden - Bandenkriege im Sozialstaat

Do, 03.09.  |  11:10-12:05  |  ORF 2
Untertitel/VT  Dokumentation
Patricia Pawlicki. Bild: Sender / ORF / Günther Pichlkostner
Patricia Pawlicki. Bild: Sender / ORF / Günther Pichlkostner
Schweden gilt als Vorzeigeland in Sachen Offenheit, Toleranz und Gleichstellung, doch seit einigen Jahren erschüttert eine grassierende Bandenkriminalität die Gesellschaft und fordert den Sozialstaat heraus. Die Regierung hat nun vor den Wahlen im September mit Unterstützung der rechten Schwedendemokraten die Migrations- und Strafgesetze verschärft.

Das WELTjournal beleuchtet, wie kriminelle Banden in Schwedens Brennpunkt-Vierteln gezielt Kinder und Jugendliche anwerben. Die Gangs bestehen großteils aus jungen Männern und Burschen mit Migrationshintergrund, ihre Aktivitäten reichen von Drogenschmuggel bis zu Auftragsmorden. Allein im Jahr 2022 kam es zu rund 400 Schießereien und 62 Todesopfern. Täter wie Opfer sind oft erst 14 oder 15 Jahre alt. Schweden hat im Verhältnis zur Bevölkerung mehr Flüchtlinge aufgenommen als jedes andere Land in Europa, doch hohe Arbeitslosigkeit, mangelnde Perspektiven und Ghetto-Bildung erschweren die Integration und begünstigen organisierte Kriminalität.
Gestaltung: Pierre Morel

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