Restaurantlegenden

So, 30.08.  |  20:15-21:45  |  ServusTV
Magazin, Österreich 2026 Länge: 74 Min.
Sie gehören zu den besten Köchen Österreichs, aktuell mit zwei Sternen und fünf Hauben ausgezeichnet. Trotzdem sind sie leidenschaftliche Gastgeber geblieben, die neben dem großen Degustationsmenü auch Wiener Schnitzel servieren. Karl und sein jüngerer Bruder Rudi Obauer. Aus dem elterlichen Wirtshaus haben die Beiden einen Gourmettempel gemacht. Diese Reise ging nicht ohne Turbulenzen vonstatten und wird im Herbst 2026 ein Ende finden, 47 Jahre nach der Eröffnung.
Am Rande des 1. Bezirks in Wien ist ein Restaurant in wenigen Jahren zum Wallfahrtsort der internationalen Food-Pilger geworden. Das Konstantin Filippou. Der Sohn einer Österreicherin und eines Griechen hat es mit eiserner Disziplin und Konsequenz zum Koch des Jahres 2016 gebracht und kämpft um den Olymp am internationalen Gastrohimmel: Der dritten Michelin-Stern. Die Tirolerin Eveline Wild ist vielfach ausgezeichnete Meister-Patissière und Konditor-Weltmeisterin. Sie hat sich in St. Kathrein am Offenegg und in Stefan Eder verliebt. Einen Koch mit drei Hauben. Die wilde Eveline beweist, warum es vielen Köchen und Küchen guttut, eine Frau im Team zu haben und verrät, was Schokolade mit Sexyness zu tun hat.
Eine andere Art Gespann ist in der Wachau daheim. Lisl Wagner-Bacher, die Grand Dame der österreichischen Kochszene und ihr Nachfolger: Ihr Schwiegersohn Thomas Dorfer. Ausgebildet hat sie ihn selbst. Die Fußstapfen sind groß - war Lisl Wagner-Bacher doch schon Köchin des Jahres, als Thomas noch nicht einmal geboren gewesen ist. Niederösterreich hat abseits der Wachau ebenso großes Gastronomisches zu bieten. Zum Beispiel den Floh, den mit dem Hut! Bei Josef Floh gibt es noch zünftige Wirtshausküche, dekoriert mit drei Hauben und einem Grünen Stern.

Liebe ist die Geheimzutat, mit der Thomas Dorfer den Kochlöffel von seiner legendären Schwiegermutter Lisl Wagner-Bacher übernommen hat oder die Pralinen von Meister-Patissière Eveline Wild so verführerisch werden. Trotz manchmal rauem Ton sprießt auch in anderen Star-Küchen ein zartes Pflänzchen der Liebe. Mit ihren Auszeichnungen sind sie wie Konstantin Filippou in Wien da, wo andere hinmöchten: Im Feinschmecker-Himmel. Und wenn sie zusperren, geht eine Ära zu Ende: Karl und Rudi Obauer.

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