Der Baltische Weg - Eine Menschenkette für die Freiheit Film von Judith Voelker
Di, 11.08. | 22:10-22:55 | MDR
Im Sommer 1989 liegt eine Mischung aus Freiheitsdrang und Mut in der Luft. Die Reformpolitik Michail Gorbatschows ab Mitte der 1980er-Jahre hilft den baltischen Staaten bei ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit. Sogenannte Volksfronten werden gegründet, die im Rahmen der Perestroika geduldet sind. Ein Meilenstein ist das Sängerfest im Sommer 1988 im estnischen Tallinn, bei dem Hunderttausende friedlich für Freiheit demonstrieren. Dieses Ereignis prägt den Namen der baltischen Unabhängigkeitsbewegung: "Singende Revolution."
Ein Jahr später folgt eine ehrgeizige und symbolische Aktion: eine mehr als 600 Kilometer lange Menschenkette von Tallinn in Estland über Riga in Lettland bis nach Vilnius in Litauen. Sie soll weltweit auf das Unrecht der sowjetischen Besatzung aufmerksam machen. Trotz fehlender moderner Kommunikationsmittel wie Mobiltelefone oder Internet gelingt es, diesen beeindruckenden Protest zu organisieren - ein historisches Zeichen für Mut und Zusammenhalt.
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