Ozeane. Eine Menschheitsgeschichte Indischer Ozean
Do, 16.07. | 21:40-22:25 | ARTE
Ratgeber, 2026
Schimmernd blau breitet sich der Indische Ozean zwischen Afrika, Asien und Australien aus. Die Europäer haben seine Bedeutung lange unterschätzt - dabei war er schon früh ein Tor zur Welt.
Die warmen Gewässer des Indischen Ozeans beherbergen eine einzigartige Artenvielfalt und bilden die Lebensgrundlage der Menschen an seinen Ufern. In der zerklüfteten Landschaft des Sundaschelfs finden Seenomaden einen geschützten Siedlungsraum, wo sie völlig autark leben. Dazu perfektionieren sie ihre Tauchfähigkeiten und passen ihr Leben an den Ozean an.
Der Indische Ozean ist auch die Geburtsstätte des Monsuns. Das mächtige Wetterphänomen bringt enorme Niederschläge, sorgt für fruchtbares Schwemmland und schafft somit die Grundlage für ein rasantes Bevölkerungswachstum. Mit seinen Winden ermöglicht der Monsun außerdem Fahrten über das offene Meer ins Unbekannte.
So entstand bereits in der Bronzezeit ein riesiges Handelsnetz. Über den Indischen Ozean tauschen Menschen aber nicht nur Waren. Vor allem auf Inseln, die als Rast- und Relaisstationen dienten, zeigt sich bis heute eine Vermischung von Menschen, Kulturen und Religionen.
Als Schnittstellen zwischen Flüssen und dem Meer sind die Deltas des Indischen Ozeans Wiegen der Zivilisation - und Lebensader für Abermillionen Menschen und Tiere. In den Sundarbans arbeiten Fischer mit Ottern zusammen. Sie trainieren diese intelligenten Säuger, um in den dichten Mangroven an Nahrung zu gelangen.
Diese Folge zeigt, wie der Indische Ozean seit Jahrtausenden das Leben, den Handel und die Kulturen seiner Küsten prägt.
Regie: Sigrun Laste
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