zeit.geschichte Kampf um Österreich - Februar 1934: Ausbruch der Gewalt
So, 04.05. | 22:45-23:35 | ORF III
Dokumentation, 2024
Die Lagerbildung in der jungen österreichischen Demokratie beginnt bereits in den 1920er Jahren. Während die Bürgerlichen eine "Diktatur des Proletariats" fürchten, sprechen sich prominente Vertreter der Christlich-Sozialen für einen autoritär geführten Staat aus. Mit den Heimwehren auf der einen und dem Republikanischen Schutzbund auf der anderen Seite unterhalten zudem beide Parteien paramilitärische Einheiten - der Weg zur bewaffneten Auseinandersetzung ist schon früh geebnet. Am 12. Februar 1934 nimmt nach einer Waffensuche im Linzer Hotel Schiff, der Parteizentrale der oberösterreichischen Sozialisten, die Eskalationsspirale ihren Lauf: Polizei, Bundesheer und Heimatwehr werden unter Beschuss genommen, diese reagieren mit voller Härte. Nur kurze Zeit später brechen auch in Wien, Graz, Steyr und anderen Orten Kämpfe aus. Doch die Kämpfe dauern nur drei Tage, zu groß ist die Übermacht des Regimes gegenüber den Aufständischen. Drei Tage jedoch, die tiefe Narben hinterlassen.
Die Dokumentation "Februar 1934 - Ausbruch der Gewalt" beleuchtet ein Kapitel der österreichischen Zeitgeschichte, das, trotz der kurzen Dauer der Ereignisse, Politik wie Gesellschaft wie kaum ein anderes geprägt hat. Die Dokumentation thematisiert den Konflikt der beiden Großparteien, der in eine mit Waffen ausgetragene Konfrontation ausartete, und das Verhältnis zwischen ÖVP und SPÖ bis heute beeinflusst.
Regie: Manuel Obermeier
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