Am Puls – Gesundheit und Medizin Blick-Diagnose: Die große Ö1-Augen-Sprechstunde

Do, 08.10.  |  16:05-17:00  |  Ö1
Licht für die Welt ++ Verirren in den Bergen ++ Live Am Puls – Sprechstunde zum Welttag des Sehens: Augenblicke | Zu Gast: Herbert Reitsamer, Augenarzt | Moderation: Ronny Tekal | Anrufe: 0800 22 69 79 | E-Mail: [email protected]

Augengesundheit ist mehr als gutes SehenSolange unsere „Fenster zur Welt“ klar sind, nehmen wir sie kaum wahr. Doch wenn sie sich trüben, die Sehschärfe nachlässt, Farben oder Kontraste verblassen, hat das weitreichende Folgen für den Alltag: Das Erkennen von Gesichtern, das Lesen von Mimik, das sichere Bewegen im Raum werden erschwert und damit eine wichtige Grundlage für eine soziale Teilhabe. Bereits Schulkinder leiden an Fehlsichtigkeit. Handy, Tablet, Computer und stundenlanges Sitzen in der Schule, das Fokussieren auf kurze Distanz können zu dauerhaften Sehstörungen führen. Bis 2030 könnte die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler von Myopie betroffen, also kurzsichtig sein; in Asien sind es heute schon bis zu 95 Prozent. Der Ophthalmologe Herbert Reitsamer sieht darin auch ein Risiko für später daraus resultierende Augenerkrankungen. Etwas, das oft mit einfachsten Mitteln verhindert werden könnte – immer wieder ab ins Freie und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Im Erwachsenenalter stehen andere Augenleiden im Fokus: So gelten in Österreich und anderen hochindustrialisierten Ländern die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) und der grüne Star (Glaukom) als häufigste Ursachen für eine Erblindung bzw. eine schwere Sehbehinderung im höheren Alter, gefolgt von der diabetischen Retinopathie und dem grauen Star (Katarakt). Während die Augen oft als unser wichtigstes Tor zur Außenwelt erachtet werden, sind sie in der Medizin ein Tor zur Innenwelt. Eine regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchung, alle ein bis zwei Jahre, wird daher ab dem 40. Lebensjahr empfohlen. Ronny Tekal öffnet anlässlich des „Welttages des Sehens“ die Ö1-Praxis für eine Fragestunde rund um das Thema Augen, um den Blick für die Augengesundheit zu schärfen.Zu Gast: Herbert A. ReitsamerVorstand der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, PMU SalzburgPräsident der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG)Licht für die Welt – Unterstützung auf AugenhöheAugengesundheit ist in Österreich zumeist selbstverständlich: Der Sehtest bei der Schuluntersuchung, eine neue Brille, wenn die Sehkraft nachlässt, eine Operation, falls der graue Star den klaren Blick verwehrt. In vielen Ländern fehlt es jedoch an flächendeckender augenmedizinischer Versorgung. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO leben weltweit 2,2 Milliarden Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung. In der Hälfte der Fälle aufgrund vermeidbarer, jedoch nicht behandelter Erkrankungen. Die internationale Hilfsorganisation für Augengesundheit und inklusive Entwicklungszusammenarbeit „Licht für die Welt“, setzt sich seit 1988 für Augengesundheit ein und ermöglicht Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben. In sechs afrikanischen Ländern, Äthiopien, Burkina Faso, Kenia, Mosambik, Südsudan und Uganda arbeitet der Verein mit lokalen Partnern zusammen. Nachhaltig, über die Ausbildung medizinischen Personals vor Ort, auf Augenhöhe. Ein Beitrag von Helene Keclik.Interviewpartnerin:Irene RuhswurmAugenärztinVorstandsmitglied „Licht für die Welt"Rubrik "Eine Frage noch"Lebensrettende Tipps: "Wie verhalte ich mich, wenn ich mich in den Bergen verirre?"Die Antwort gibt Daniel Pehböck, "Notarzt Daniel"Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin, Notarzt, Hall in TirolPassend dazu gibt es einen Gruß vom Bergdoktor.Ein Beitrag von Norbert Peter

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