Radiogeschichten Eine ungarische Adelsfamilie im Wandel des 20. Jahrhunderts

Do, 08.10.  |  11:05-11:25  |  Ö1
„Lázár“ von Nelio Biedermann. Es liest Christoph Radakovits.

Lajos von Lazar kommt als hellblonder Junge mit auffallend blauen Augen zur Welt. Sein Vater, der ungarische Baron Sandor von Lazar, begegnet ihm mit Unbehagen, als ahnte er ein verborgenes Geheimnis. Mit Lajos’ Geburt beginnt auch einer der großen Umbrüche des 20. Jahrhunderts: Der Untergang der Habsburgermonarchie erschüttert die alte Ordnung, in der die Familie auf ihrem Schloss im Süden Ungarns lebt. Festgefahrene Traditionen, verstrickte Liebesbeziehungen und dunkle Vorahnungen begleiten die Familie und die ihr nachfolgenden Generationen durch eine immer bedrohlichere Zeit.Biedermann erzählt, inspiriert von der Fluchtgeschichte der eigenen ungarischen Vorfahren, von einer Familie, die zwischen historischen Katastrophen und privaten Schicksalen um ihre Identität und ihr Überleben kämpft. Nelio Biedermann, geboren 2003, wuchs am Zürichsee auf. Seine Familie stammt väterlicherseits aus ungarischem Adel, seine Großeltern flohen in den 1950er Jahren in die Schweiz. „Lazar“ ist der zweite Roman des jungen Biedermann, er wurde in mehr 20 Sprachen übersetzt.

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