Der Südwesten von oben Unsere Seen
Do, 03.09. | 3:55-4:25 | SWR
2016
Jeder dritte deutsche See liegt im Südwesten, der größte ist der Bodensee. Das "schwäbische Meer" entstand, als vor 12.000 Jahren die letzten Eiszeitgletscher schmolzen. An seinen Ufern entstand die größte Siedlungsdichte der prähistorischen Zeit. Der Bodensee lieferte den Menschen der Jungsteinzeit Trinkwasser und Nahrung. Pfahlbauten boten Schutz vor wilden Tieren und Überschwemmungen.
Seen prägen den Südwesten. In den Mooren kämpft das Land noch mit dem Wasser und behält meistens die Oberhand. Im Wurzacher Ried hilft der Biber bei der Renaturierung des stillgelegten Torf-Abbaus. Die Hälfte der stehenden Gewässer im Südwesten haben jedoch Menschen angelegt. Die Westerwälder Seenplatte etwa ist einem Grafen zu verdanken, der im 17.Jahrhundert einen Fischteich nach dem anderen graben ließ. Viele der künstlichen Seen entstanden als Trinkwasser-Reservoir wie die Primstalsperre im Saarland oder als Stromquelle wie der Schluchsee, der als Pumpspeicherwerk auch Strom speichern kann.
Autor:
Peter Bardehle
Nadine Klemens
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