Nackt unter Wölfen Spielfilm Deutsche Demokratische Republik 1963

Mo, 17.08.  |  20:15-22:15  |  ARTE
Stereo  Film, 1963

DDR-Spielfilm aus dem Jahr 1963. „Nackt unter Wölfen“ von Regisseur Frank Beyer ist ein antifaschistischer DDR-Spielfilm aus dem Jahr 1963. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Bruno Apitz. Im KZ Buchenwald taucht in einem alten Koffer ein jüdisches Kind auf. Zahlreiche Filmpreise und das Prädikat wertvoll machen den Film sehenswert … Der Widerstand der Buchenwaldhäftlinge aus der Perspektive der Opfer: Die Rettung eines dreijährigen jüdischen Kindes wird zum Sinnbild für Menschlichkeit unter barbarischen Lebensbedingungen.

TV-Spielfilm aus dem Jahr 2015

Dritte Verfilmung des Romans von Bruno Apitz, selbst im KZ Buchenwald inhaftiert. Wenige Wochen vor der Befreiung Buchenwalds erreicht ein dreijähriges Kind im Inneren eines Koffers das Lager und ist dem Tode geweiht, würde sich nicht eine Gruppe von Häftlingen des Jungen annehmen und ihn vor der SS verstecken. Dies wird zur schwersten Prüfung der einzelnen Häftlinge, die teilweise widerwillig, teilweise mit größten Bedenken im kleinsten Entscheidungsspielraum, den es geben kann, zwischen Leben und Tod, so handeln wie es ihnen ihre Werte vorgeben. Immer unter Lebensgefahr und in der Hoffnung, dass die Gefangenschaft in der Hölle auf Erden wenigstens etwas bringt, das Sinn macht, sichern sie das nackte Überleben des Kindes und damit die Hoffnung auf eine Zukunft.

"Nackt unter Wölfen" ist die filmische Neuinterpretation des gleichnamigen Romans von Bruno Apitz, der 1958 erschienen ist. Bruno Apitz, selbst Häftling in Buchenwald, erzählt aus der Perspektive der Opfer vom Widerstand der Buchenwaldhäftlinge, die sich in der Hölle des Konzentrationslagers für die Rettung eines dreijährigen Jungen entscheiden. Seine Protagonisten sind kommunistische Gefangene, die im Illegalen Lagerkomitee organisiert sind.

DDR-Spielfilm aus dem Jahr 1963

„Nackt unter Wölfen“ von Regisseur Frank Beyer ist ein antifaschistischer DDR-Spielfilm aus dem Jahr 1963. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Bruno Apitz. Im KZ Buchenwald taucht in einem alten Koffer ein jüdisches Kind auf. Zahlreiche Filmpreise und das Prädikat wertvoll machen den Film sehenswert … Der Widerstand der Buchenwaldhäftlinge aus der Perspektive der Opfer: Die Rettung eines dreijährigen jüdischen Kindes wird zum Sinnbild für Menschlichkeit unter barbarischen Lebensbedingungen.

Lagertor des KZ Buchenwald. Bild: Sender / MDR / UFA FICTION

Lagertor des KZ Buchenwald. Bild: Sender / MDR / UFA FICTION

Was sollen die Häftlinge, unter ihnen der Lagerälteste Walter Krämer (Erwin Geschonneck, re.) und André Höfel (Armin Müller-Stahl), tun, um ihn vor der SS zu verstecken und gleichzeitig den Plan für die Selbstbefreiung des Lagers nicht zu gefährden? Bild: Sender

Was sollen die Häftlinge, unter ihnen der Lagerälteste Walter Krämer (Erwin Geschonneck, re.) und André Höfel (Armin Müller-Stahl), tun, um ihn vor der SS zu verstecken und gleichzeitig den Plan für die Selbstbefreiung des Lagers nicht zu gefährden? Bild: Sender

Frühjahr 1945, Konzentrationslager Buchenwald. Groß ist das Erschrecken, als die Häftlinge Pippig (Fred Delmare, re.) und Höfel (Armin Müller-Stahl) in einem großen zerdrückten Koffer einen kleinen jüdischen Jungen entdecken. Bild: Sender

Frühjahr 1945, Konzentrationslager Buchenwald. Groß ist das Erschrecken, als die Häftlinge Pippig (Fred Delmare, re.) und Höfel (Armin Müller-Stahl) in einem großen zerdrückten Koffer einen kleinen jüdischen Jungen entdecken. Bild: Sender

Konzentrationslager Buchenwald, 1945. Ein Gefangener hat ein kleines Kind gerettet, versteckt in einem Koffer. Als die Mithäftlinge den Jungen entdecken, stehen sie vor einer schweren Entscheidung. - Der DDR-Spielfilm über Leben und Sterben in einem KZ beruht auf wahren Ereignissen und ist mit Ausnahme des propagandistischen Endes unpathetisch und doch ergreifend. Mit Armin Mueller-Stahl.

Deutschland, 1945: Wenige Wochen vor der Befreiung durch die Alliierten kommt ein polnischer Häftling mit einem der letzten Transporte in das Konzentrationslager Buchenwald. Bei sich trägt er einen Koffer, den er sich weigert, aus der Hand zu geben; darin ist ein dreijähriger, jüdischer Junge versteckt, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden. Bei einer Entdeckung durch die Lagerleitung droht dem Kind der Tod.
Als die Häftlinge Höfel und Pippig den Koffer öffnen, möchten sie spontan das Kind retten und vor der SS verstecken. Doch dadurch könnten sie den bewaffneten Aufstand gefährden, den eine Widerstandsgruppe im Lager plant. Die Häftlinge sind in ihrer Haltung gespalten, und das Leben des Jungen ungewiss.
"Nackt unter Wölfen" beruht auf dem 1958 erschienenen gleichnamigen Roman von Bruno Apitz, der kurz nach der Befreiung seine Erlebnisse im Konzentrationslager Buchenwald zu Papier brachte. Erstmals wurde die hermetisch abgeriegelte Welt eines Lagers in Frank Beyers filmischer Adaption so intensiv dargestellt: nüchtern, klar und ohne jedes Pathos. In einem hochkarätigen Ensemble großer Darsteller verkörpert Armin Mueller-Stahl in einer seiner intensivsten Rollen den Häftling Höfel.
Das jüdische Kind hat es tatsächlich in Buchenwald gegeben: Der dreijährige Stefan Jerzy Zweig kam im Herbst 1944 ins Lager und wurde am 11. April 1945 gemeinsam mit seinem Vater befreit.
Der am Ende des Films beschriebene bewaffnete Aufstand hat so nie stattgefunden. Stattdessen hatte die SS, aus Angst vor den anrückenden Amerikanern, das Lager aufgegeben und die Flucht in die Wälder angetreten.

Frank Beyer (1932-2006) war einer der bedeutendsten Filmschaffenden der DDR. Mit "Nackt unter Wölfen" adaptierte er den Roman des Buchenwald-Häftlings Bruno Apitz aus dem Jahr 1958, Bestseller und Schullektüre in der DDR. Der propagandistische Schluss kam auf Druck der Zensurbehörden zustande: "Beyers Kinoadaption endet (...) mit dem aktiven Aufstand überwiegend kommunistischer Kämpfer gegen das KZ-Personal und nicht - wie es authentischer gewesen wäre - mit einer Befreiung durch US-Truppen. Doch blieb diese Schlusssequenz die einzig stark pathetisch überhöhte Szene im Film." (Deutsche Welle)

Darsteller:
Erwin Geschonneck (Walter Krämer)
Armin Mueller-Stahl (André Höfel)
Krystyn Wójcik (Marian Kropinski)
Fred Delmare (Rudi Pippig)
Boleslaw Plotnicki (Zacharias Jankowski)
Viktor Awdjuschko (Leonid Bogorski)
Gerry Wolff (Herbert Bochow)
Peter Sturm (August Rose)
Wolfram Handel (Zweiling)
Regie: Frank Beyer
Drehbuch:
Bruno Apitz
Frank Beyer
Kamera: Günter Marczinkowsky
Musikalische Leitung: Joachim Werzlau

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