matrix – computer & neue medien Digitaler Kolonialismus
Fr, 04.04. | 19:05-19:30 | Ö1
Nicht erst seit der Amtsübernahme von Donald Trump machen die großen US-Tech-Unternehmen viele Schlagzeilen. Aktuell weil sich einige der Tech-Chefs Donald Trump regelrecht unterwerfen. Sonst sorgen die schwindelerregenden Summen, die sie in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz stecken für Aufsehen und auch die Milliarden-Gewinnen, die sie machen. Im Jahr 2024 hat Meta 62 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht, Microsoft 88 Milliarden und Google 100 Milliarden US-Dollar Gewinn. Seltener wird berichtet, was hinter dem Aufstieg der Tech-Konzerne steht und welchen Preis der Globale Süden dafür bezahlt. Das haben Technologie-Journalist Ingo Dachwitz und Globalisierungsexperte Sven Hilbig für ihr Buch „Digitaler Kolonialismus – Wie Tech-Konzerne und Großmächte sich die Welt aufteilen“ akribisch recherchiert. Sie kritisieren: Wir reden immer nur über den Erfolg der weißen Tech-Erfinder und CEOS, aber nicht über die ausgebeuteten Arbeitskräfte im globalen Süden. Julia Gindl hat mit Ingo Dachwitz gesprochen.Das Internet zurückerobernWarum viele dazu aufrufen von Facebook und X ins Fediverse zu wechselnUnter dem Slogan „Das Internet zurückerobern“ rufen Personen aus Medien, Wirtschaft und Kultur in Deutschland dazu auf, alternative Soziale Netzwerke zu stärken, um die Vormachtstellung der großen Tech-Konzerne aufzubrechen. Die Petition „Save Social“ möchte Soziale Netzwerke als demokratische Kraft retten, denn aktuelle Entwicklungen auf Facebook, TikTok und X – Desinformationen, intransparente Algorithmen und Hetze – gehen in die gegenteilige Richtung. Meta-Chef Mark Zuckerberg hat für seine Plattformen ja unter anderem ein Aus für Faktenchecks und weniger Moderation angekündigt. Und auch seitdem Elon Musik Twitter zu X umgebaut hat, wo mittlerweile sehr viel Hetze, Hass und Falschnachrichten verbreitet werden, fragen sich viele Menschen, ob es denn nicht Alternativen zu dieser Art der Plattformen geben könnte und wie die aussehen sollen. Irmi Wutscher hat sich bereits bestehende Alternativen zu den großen Plattformen mit dem Netzpolitik-Journalisten Markus Reuter und dem Wissenschaftler Leonhard Dobusch angeschaut. Und sie reflektiert ihre eigene Social Media-Reise, die sie auch weg von Twitter/X geführt hat.
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