Vorgestellt Dudok Quartet und Pianist Martin Nöbauer

Mi, 02.04.  |  11:30-12:00  |  Ö1
Das Dudok Quartet Amsterdam mit Streichquartetten von Tschaikowsky, der österreichische Pianist Martin Nöbauer spielt Chopin auf historischen Instrumenten.

Wie klingen Streichquartette von Piotr Iljitsch Tschaikowsky, wenn Streichinstrumente mit Darmsaiten gespielt werden? Und wie klingen Frédéric Chopins Klavierwerke auf einem Érard-Flügel von 1853? Zwei neue Einspielungen geben Antwort! Für ihr neues Album arbeiteten die Musikerinnen und Musiker des Dudok Quartets mit Dmitri Ferschtman – jenem Cellisten, der von Dmitri Schostakowitsch ausgebildet wurde. Als sie ihm beichteten, sie würden gerne Tschaikowskys Streichquartette mit Darmsaiten einspielen, war Ferschtman zunächst nicht begeistert: Schließlich sind diese Werke mit modernem, unempfindlicherem Instrumentarium schon schwer genug zu spielen. Was bei der Aufnahme herausgekommen ist, kann sich aber mehr als hören lassen: Mit dem feinen, zierlichen Klang der Darmsaiten erklingt Tschaikowsky hauchzart und auch ungewohnt fragil. Ein „neuer, alter“ Tschaikowsky.Der österreichische Pianist Martin Nöbauer war Finalist beim Zweiten Internationalen Chopin-Wettbewerb auf historischen Instrumenten in Warschau. Da liegt es nahe, dass er für sein aktuelles Album Klavierwerke von Chopin eingespielt hat, und zwar an fünf historischen Instrumenten. Es sind Tasteninstrumente, die in unmittelbarer zeitlicher Umgebung der Entstehung der Werke gebaut wurden – zwischen 1829 und 1853. Damit schafft Nöbauer eine unglaublich breite Klangpalette, die es einem ermöglicht, dem Komponisten Chopin ganz nah zu sein. Mit viel Hingabe und Virtuosität bringt Martin Nöbauer Chopins Sonate in h-Moll oder seine Mazurkas Op. 50 zum Klingen.

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