Dreimal ZDF Royal

Drei royale „ZDFzeit“-Dokus

Drei royale „ZDFzeit“-Dokus:  William und Charles / Mary und Frederik / Königshäuser im Vergleich. Bis 12. Juli 206 dienstags im ZDF-Hauptabend!

Politisch spielen die Königshäuser Europas in Zeiten der Demokratie keine große Rolle, aber als "Markenbotschafter" ihrer Länder sind sie von großer Bedeutung. 

Die drei neuen royalen "ZDFzeit"-Dokus gehen ab dem 28. Juni 2016, dienstags um 20.15 Uhr, der Frage nach, was es für England ausmacht, ob Charles oder William auf Queen Elizabeth II. folgt, wie Mary und Frederik von Dänemark "Kurs auf die Krone" nehmen und mit welchen glanzvollen Auftritten und gepflegten Traditionen Europas Königshäuser heute noch beeindrucken können.

Logo der Senderihe „ZDF Royal“. Bild: Sender / ZDF und Corporate Design

Zwei Prinzen für die Krone: William und Charles von England

Prinz Charles gilt schon jetzt als "Schattenkönig": Er vertritt Queen Elizabeth II. immer häufiger. In der Gunst der Briten liegt aber sein Sohn William vorne. Wer wäre der bessere König?

Viele wünschen sich die den Thronfolger Nummer zwei und dessen glamouröse Kate auf den Thron. Sein Vater gilt aufgrund seines Umwelt- und Architektur-Engagements als schrullig, und dessen Frau Camilla kämpft noch heute gegen das "Rottweiler-Image" aus der Diana-Ära.

Doch die Sympathien könnten sich verschieben. Mittlerweile wird Kritik an William laut, er entziehe sich seinen royalen Pflichten und verbringe zu viel Zeit mit Frau und Kindern. Er lebt relativ zurückgezogen auf seinem neuen Landsitz Anmer Hall, weit ab vom Palast in London. Der Beruf als ziviler Rettungspilot fülle ihn mehr aus als royale Pflichten, bekannte er jüngst in einem TV-Interview.

Gute Chancen für Charles und Camilla, ihr Image aufzupolieren. Insider sprechen von einem Heer von Beratern, die damit beschäftigt sind. Unermüdlich ist der Prince of Wales für die Krone im Einsatz. Er engagiert sich auch regelmäßig für seine Hilfsorganisation für sozial benachteiligte Jugendliche, die er vor 40 Jahren gründete. Sie hat sich zu einer bedeutenden Institution entwickelt. Fast 100 Millionen Euro an Spenden sammelt Charles pro Jahr ein. Camilla gibt sich alle Mühe und pflegt in immer häufigeren öffentlichen Auftritten das Bild der bodenständigen Landesmutter.

Die "ZDFzeit"-Doku zeigt die zunehmende Konkurrenz der beiden Thronfolger und ihrer Frauen und geht folgenden Fragen nach: Worin unterscheiden sich die beiden Thronfolger? Welche Rolle spielen Kate und Camilla? Welchen Anteil haben die PR-Berater? Was meinen die Briten? Was kann die Nation von "Schattenkönig" Charles und seiner "Schattenkönigin" Camilla erwarten?

Kurs auf die Krone: Mary und Frederik von Dänemark

An Neujahr verkündete Königin Margrethe überraschend, Prinzgemahl Henrik werde in Pension gehen. Die Dänen reagierten bestürzt. Und hoffen nun auf das Kronprinzenpaar Frederik und Mary.

Der Teilrückzug des Prinzgemahls lässt in Dänemark die Gerüchteküche brodeln. Seit Monaten wird öffentlich über eine mögliche Abdankung der Königin spekuliert. Für viele Dänen kein Grund zur Sorge: Kronprinz Frederik und Mary gelten als wahres Bilderbuchpaar.

Der künftige König und seine Frau repräsentieren alle Tugenden einer idealen Königsfamilie: eine glückliche Ehe, vier Kinder und vor allem Volksnähe. Auch die aus Australien stammende Kronprinzessin hat schnell gelernt, dass eine moderne Monarchie vom Wohlwollen der Bevölkerung abhängt.

Fleißig, pflichtbewusst und äußerst professionell erfüllt sie ihre königlichen Aufgaben. Mit ihren vielfältigen Engagements hat sich Mary inzwischen viel Respekt verschafft. "Bislang war es ja so, dass Royals politisch eigentlich keine Stellung beziehen. Mary aber setzt Zeichen, setzt sich für Frauen ein, für Genderpolitik", erläutert die Journalistin Anne Meyer-Minnemann.

Nach dem letzten Zoff hinter den royalen Kulissen wünschen sich viele Dänen einen baldigen Thronwechsel. Während Margrethe II. im Land sehr beliebt ist, genießt ihr Ehemann keinen guten Ruf. "Die Dänen hatten immer ein ambivalentes Verhältnis zum Prinzgemahl. Viele haben ihn als eine seltsame Figur wahrgenommen, und auch seine Rolle nicht richtig verstanden", erklärt der Autor und Journalist Thomas Larsen im Interview.

König wollte Prinz Henrik werden, doch das wurde ihm verwehrt. Seinen Unmut darüber äußerte er mehrmals öffentlich. Verstanden hat die Bevölkerung, dass die Monarchin und Prinz Henrik privat auf Augenhöhe sind. Sie gelten als intellektuelles Duo, das eine große Leidenschaft für die schönen Künste verbindet. Trotz seiner Eskapaden lässt die Königin keinen Zweifel daran, dass ihr Ehemann ihr immer eine große Stütze war und ist.

Ganz anders das Kronprinzenpaar. Es wird häufig mit Frederiks Großeltern, mit Frederik IX. und seiner Frau Ingrid verglichen. Der letzte König bezeichnete sich selbst als Demokraten, galt als bodenständig und zuverlässig, dabei volksnah und humorvoll. Zwischen 1947 und 1972 verwandelte der lebenslustige Herrscher das älteste Königshaus Europas in eine moderne Monarchie – und lüftete einige der schweren Vorhänge.

Erstmals wurden Privatbilder vom königlichen Familienleben veröffentlicht – mit einem ausgelassenen Monarchen. Für den royalen Experten Larsen wiederholt sich die Geschichte. "Es ist faszinierend zu beobachten, wie sehr sich König Frederik IX. und Kronprinz Frederik ähneln. Zwei Männer, die sehr physische Persönlichkeiten sind. Zwei, die einfach vom Volk geliebt werden." 

Nach 50 Königen und zwei Herrscherinnen wappnet sich Dänemark für einen neuen Monarchen: König Frederik X.

Glamour, Gold und die Liebe: Europas Königshäuser im Vergleich

Royal sind sie alle – und trotzdem gibt es Unterschiede bei Europas Königshäusern. Macht, Reichtum und Ansehen sind nicht gleichmäßig verteilt. "ZDFzeit" will wissen, wer die Nase vorn hat.

Politisch spielen die Königsfamilien in Zeiten der Demokratie keine große Rolle. Aber als "Markenbotschafter" ihrer Länder sind sie von großer Bedeutung. Sie punkten mit ihrer Tradition und glanzvollen Auftritten. Die Royals wissen genau, was das Publikum fasziniert.

Bilder einer Traumhochzeit beispielsweise. Nichts rührt die Betrachter so sehr wie Maximas Tränen des Glücks, wenn sie dem niederländischen Thronfolger und jetzigen König Willem-Alexander zur Tangomusik das Jawort gibt. Und das Entzücken ist grenzenlos, wenn die kleine Schwedenprinzessin Estelle im adretten Kleidchen schüchtern in die Kamera winkt.

Nichts bleibt dabei dem Zufall überlassen. Ganze Heerscharen von Schneidern, Stylisten und PR-Profis machen aus den royalen Familien globale Attraktionen. Denn königliche Macht üben sie heutzutage vor allem über ihr Image aus. "ZDFzeit" zeigt, wer in Sachen Attraktivität die Nase vorn hat. Wer liefert die schönsten Auftritte? Und warum ist ein blendendes Image so wichtig?

Auch die Schattenseiten des königlichen Lebens beleuchtet die Dokumentation. Wer liefert die größten Skandale und die aufregendsten Affären? Was kann sich ein königliches Familienmitglied erlauben und was nicht? Die Inszenierung muss perfekt sein. Wie es wirklich hinter den Kulissen aussieht, wird gern verschwiegen.

Das gilt auch für das Vermögen der Royals. Reich sind sie alle – aber manche sind sehr reich. Als Spitzenreiter gilt Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein, der über ein Fünf-Milliarden-Vermögen verfügen soll. Das Privatvermögen von Queen Elizabeth II. von England wird dagegen "nur" auf 500 Millionen Dollar geschätzt. "ZDFzeit" will wissen, wie diese riesigen Vermögen entstanden sind und was sich die einzelnen Länder heutzutage ihre Königshäuser kosten lassen.

Die Dokumentation geht außerdem der Frage nach, was von der einstigen Machtfülle der Herrscherfamilien übrig geblieben ist. "ZDFzeit" prüft, welches Königshaus noch Einfluss auf die Regierungsgeschäfte nehmen kann und wer sich aufs Repräsentieren beschränken muss.