Drei royale ZDFzeit-Dokus

Von "Königliche Liebe" bis "Königliche Kindheit"

Bis 21. Juli 2015, dreimal dienstags 20.15 Uhr

Im Juli bietet die "ZDFzeit" dreimal dienstags um 20.15 Uhr neue royale Dokumentationen über die jüngsten Entwicklungen an drei europäischen Königshäusern: Gut drei Wochen nach der Prinzenhochzeit in Schweden schildert der erste Film die "Königliche Liebe" in Stockholm. Die vor rund einem halben Jahr geborenen Zwillinge im Fürstentum Monaco verändern dort das royale Leben, wie in der zweiten Dokumentation zu sehen ist. Was das Anfang Mai geborene zweite Kind von Kate und William, was Charlotte Elizabeth Diana für das Leben der Windsors bedeutet, zeigt abschließend der Film "Königliche Kindheit".

Sendetermine der drei royalen "ZDFzeit"-Dokumentationen

Dienstag, 7. Juli 2015, 20.15 Uhr
ZDFzeit
Königliche Liebe
Frischer Wind für Schwedens Monarchie

Liebe oder Staatsräson diese Frage stellt die schwedische Monarchie immer wieder auf die Probe. Gerade hat Prinz Carl Philip das Ex-Model Sofia Hellqvist zur Frau genommen. Lange war Sofia wegen ihrer Vergangenheit in Schweden umstritten, doch Carl Philip stand zu ihr. Schwedens Royals und ihre bürgerlichen Ehepartner das nächste Kapitel einer königlichen Erfolgsgeschichte.

König Carl Gustaf selbst bereitete den Weg, als er 1976 die deutsche Olympia-Hostess Silvia Sommerlath zur Frau nahm. Auch die nicht standesgemäßen Ehemänner von Kronprinzessin Victoria und Prinzessin Madeleine sind aus der Königsfamilie nicht mehr wegzudenken.

In seiner Herzensangelegenheit hat nun auch Carl Philip Tatsachen geschaffen und fand ausgerechnet bei seiner Familie Unterstützung. Seine Braut Sofia wurde zum Projekt, an dem Königsfamilie und Königshaus gemeinsam arbeiteten, um die junge Frau auf das Prinzessinnendasein vorzubereiten und das Wohlwollen der Öffentlichkeit zu gewinnen.

König Carl Gustaf und Königin Silvia hatten wohl vor allem das traurige Schicksal von Prinz Bertil vor Augen, das sie ihrem Sohn ersparen wollten. Prinz Bertil, der Onkel von König Carl Gustaf, war bis zu dessen Volljährigkeit der einzige thronfähige Regent und zahlte dafür einen hohen Preis. Denn auch Bertil hatte sein Herz an eine Bürgerliche verloren. Seit 1943 war er mit der britischen Tänzerin Lilian Craig liiert. Eine Heirat war damals ausgeschlossen, um die Monarchie nicht zu gefährden.

Über 30 Jahre lebten Bertil und Lilian ihre Liebe heimlich hinter den Palastmauern. Offiziell war sie als Hausdame bei ihm angestellt. Erst nach seiner eigenen Hochzeit 1976 gab Carl Gustaf seinem Onkel die Erlaubnis, Lilian zu heiraten. In der Pressekonferenz anlässlich ihrer Verlobung gestanden Bertil und Lilian, über-60-jährig, unter Tränen, überglücklich zu sein. Doch der Schmerz, aus Staatsräson auf Kinder verzichtet zu haben, war nicht zu übersehen.

Im Spannungsbogen der Geschichte blickt die Dokumentation auf die Rolle der bürgerlichen Ehepartner im schwedischen Königshaus, die für ihr Glück einen schwierigen Weg in Kauf nehmen mussten.

Dienstag, 14. Juli 20.15, 20.15 Uhr
ZDFzeit
Der Monaco-Clan
Die schönen Enkel von Grace Kelly

Mit 42 Kanonenschüssen sind die neuen Stars des Fürstentums Monaco im Leben begrüßt worden: Prinz Jacques und Prinzessin Gabriella. Zwillinge in der Erbfolge das gab es noch nie. Doch auch die Cousinen und Cousins der kleinen "First Twins" sorgen weltweit für Aufsehen: vor allem die junge Generation der Casiraghis.

Die Kinder von Prinzessin Caroline und Enkel von Fürstin Gracia Patricia sind ebenso reich wie erfolgreich und zählen zu den attraktivsten Youngsters der High Society. Die junge Generation des Fürstenhauses ist in einen ganz besonderen Clan hineingeboren worden: die Grimaldis.

Die Großmutter war unter ihrem Mädchennamen Grace Kelly ein gefeierter Hollywood-Star und deren Kinder Caroline, Stéphanie und Albert sind immer für eine Schlagzeile gut vor allem wegen ihres mitunter wechselvollen Liebeslebens. Auch ohne ehelichen Nachwuchs des aktuellen Fürstenpaares Albert und Charlène wäre es weiter gegangen mit den Grimaldis auf dem Thron. Dann wäre dem Gesetz nach Alberts Schwester Caroline als Nummer zwei der Thronfolge zum Zuge gekommen, gefolgt von ihrem ältesten Sohn Andrea Casiraghi und dessen Nachwuchs.

Nach der Geburt der Zwillinge Jacques und Gabriella bleiben die Casiraghis zwar vorerst eine Seitenlinie ohne Thronanspruch, doch das Bild des Fürstentums prägen sie derzeit mehr als alle anderen Mitglieder des Grimaldi-Clans. Das Leben von Andrea und seinen beiden Geschwistern Charlotte und Pierre war nicht immer so glücksverwöhnt, wie es heute scheint. Früh verloren sie ihren Vater Stefano Casiraghi, den zweiten Ehemann von Prinzessin Caroline, der 1990 in einem Rennboot vor der Küste Monacos ums Leben kam. Nur acht Jahre nach dem Tod von Fürstin Gracia Patricia war damals in den Medien schon von einem "Fluch der Grimaldis" die Rede.

Doch die bitteren Momente haben die drei Geschwister zusammengeschweißt, die im Fürstentum nur das "C-Team" genannt werden. Die glamouröseste ist Charlotte, ihrer Mutter Caroline wie aus dem Gesicht geschnitten. Als Einser-Abiturientin, ehrgeizige Springreiterin und Model für ein italienisches Modelabel ist sie in den vergangenen Jahren die beliebteste Repräsentantin des monegassischen Hofes – wie einst Caroline, die auf der Hitliste der populärsten Prinzessinnen noch vor Lady Di lag. Doch auch ihre Brüder Andrea und Pierre strahlen die Selbstsicherheit ihres Clans aus. Von ihnen werden die kleinen Zwillinge Jaques und Gabriella viel lernen können.

"ZDFzeit" stellt die neue Generation der Fürstenfamilie von Monaco vor und zeigt, wie sie den Balanceakt zwischen traditionsreichem Erbe und zeitgemäßer Erneuerung in Angriff nehmen.

Dienstag, 21. Juli 2015, 20.15 Uhr
ZDFzeit
Königliche Kindheit
Nachwuchs bei den Windsors

Nachwuchs im britischen Königshaus zum zweiten Mal haben Prinz William und seine Frau Kate mit einer frohen Botschaft aus dem Kreißsaal Schlagzeilen gemacht. Prinz George, der Erstgeborene des Thronfolgerpaares, ist noch nicht aus den Windeln, da muss er sich den Platz im Kinderzimmer von Kensington Palace schon mit Schwesterchen Charlotte teilen.

George und Charlotte stehen derzeit auf Platz drei und vier der Thronfolge in Großbritannien. Orientiert man sich an den royalen Beispielen der vergangenen Jahrzehnte, dann steht ihnen eine ebenso privilegierte wie schwierige Kindheit bevor.

Die Kinder von William und Kate werden wohl dieselben Nannys haben, dieselben Kindergärten und Schulen besuchen doch ihr Leben wird völlig unterschiedlichen Anforderungen unterworfen sein. Thronfolger George wird gezielt auf seine künftige Aufgabe als Monarch vorbereitet, sein Weg ist schon jetzt in vielen Punkten vorherbestimmt. 

Damit haben eine ganze Reihe Erstgeborene gehadert, die sich mit dem starren Korsett ihrer Rolle nicht abfinden konnten. Edward VIII. etwa, der Onkel von Queen Elizabeth II., rebellierte gegen seine Familie und dankte später sogar ab; Vorfahr Edward VII. brachte mit seinen Skandalen den eigenen Vater ins Grab. Prinz William haderte nach dem Tod seiner Mutter Diana ebenfalls lange mit seiner königlichen Bürde und der ständigen Beobachtung durch die Öffentlichkeit.

Auch die Zweitgeborenen haben es nicht leicht im Hause Windsor. Während die ältesten Königskinder in ihrer Jugend bevormundet werden, gibt es für die Ersatz-Royals meist keinen erzieherischen Masterplan. Sie müssen ihre Rolle im Leben selbst suchen. Manchen gelingt das nach schwierigen Anläufen, wie zum Beispiel Prinz Harry oder Prinz Andrew, die beim Militär überzeugen konnten. Andere scheitern, wie die Schwester der Queen, Prinzessin Margaret, die sich über wachsende Bedeutungslosigkeit und gescheiterte Affären mit Alkohol hinweg tröstete.

Ganz spannend wird es aber, wenn der Ersatzmann oder die Ersatzfrau tatsächlich den Thron besteigt. Einige der mächtigsten und erfolgreichsten Monarchen der Dynastie waren als Nummer zwei geboren, wie Heinrich VIII., Richard III. oder Maria I. sie veränderten die Monarchie mitunter radikal.

Die Dokumentation blickt in die königlichen Kinderzimmer der Windsors und zeigt, wie schmal der Grat zwischen Glück und Unglück für britische Königskinder sein kann.