MDR KULTUR Weltgeschichte vor der Haustür: Erst Zufall, dann Marketing: Wie Sachsen zu seinem Namen kam Eine Podcastfolge von Weltgeschichte vor der Haustür von Hartmut Schade und Conny Wolter

Sa, 05.09.  |  9:00-9:35  |  MDR Figaro
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Eigentlich sind die Sachsen gar keine Sachsen. Jedenfalls nicht ursprünglich. In der Völkerwanderungszeit bezeichneten die Römer den großen germanischen Stamm im heutigen Nordwesten Deutschlands als Sachsen. Um das Jahr 800 herum kamen diese wilden Zeitgenossen dem mächtigen fränkischen König und Kaiser Karl dem Großen immer wieder in die Quere. Das gab böses Blut. Ein Jahrhundert später aber gelangte mit König Heinrich I., der bekanntermaßen in Quedlinburg zuhause war, ein sächsischer Herzog an die Spitze des ostfränkischen Reiches. Und dessen Sohn Otto trat im Jahre 962 sogar als frisch gebackener Kaiser des Heiligen Römischen Reiches in die Fußstapfen des großen Karl. Zugleich begann seit dem 10. Jahrhundert der Name Sachsen elbaufwärts zu wandern, nämlich über Ottos Lieblingspfalz Magdeburg nach Wittenberg, Meißen und schließlich nach Dresden. "Ein Prozess, der sich über Jahrhunderte hinzog und bei dem der historische Zufall, aber auch geschicktes politisches Marketing eine wichtige Rolle spielten", meint MDR Kultur-Autor Hartmut Schade.

Es spricht Conny Wolter.

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